26.02.2019 - 26.02.2019

Herausforderungen des Energiesammelgesetzes für Eigenversorger und stromkostenintensive Unternehmen


Veranstalter:
co2ncept plus - Verband der Wirtschaft für Emissionshandel und Klimaschutz e. V.


Zielgruppen:
Betreiber  Versorger  Industrie 


Ort:
Hannover
Schiffgraben  36
Hannover
Telefon: 089-55 178 445

Email: co2ncept-plus@vbw-bayern.de
https://www.vbw-bayern.de


PDF Veranstaltungsprogramm: Download


Infos zur Veranstaltung:

Das sog. „Energiesammelgesetz“ sieht Änderungen von insgesamt 20 Gesetzen und Verordnungen vor, die vor allem energieintensive Unternehmen und Eigenerzeuger betreffen: Das Rechtspaket umfasst unter anderem eine komplexe Neuregelung für die Erfassung selbstverbrauchter Strommengen und die Abgrenzung von Drittverbräuchen. Ferner werden die EEG-Umlageprivilegierungen für KWK-Anlagen neu gefasst.

Im Rahmen unserer Veranstaltung stellen wir die wesentlichen rechtlichen Neuerungen in puncto Drittmengenabgrenzung und EEG-Umlageentlastung von KWK-Anlagen vor. Anhand von Fallbeispielen werden die praktischen Auswirkungen der Änderungen bei der Mengenabgrenzung sowie die neu geschaffenen Schätzungsregeln verdeutlicht. Zudem zeigen wir auf, welche Konsequenzen sich aus der Neuregelung für den Ablauf und den Aufwand der Prüfungen ergeben.

Die Veranstaltung wird in Kooperation mit dem co2ncept plus e. V. durchgeführt. Der Verband ist die bayerische Schwester des 2003 ins Leben gerufenen Projekts „co2ncept“, welches seinerseits niedersächsische Unternehmen bei der Einführung des EU-Emissionshandels unterstützte.

Wir freuen uns, die Kooperation mit der diesjährigen gemeinsamen Veranstaltung fortzuführen.


Kosten:

Für Mitglieder von co2ncept plus e. V., INW e.V. und UVN e.V. 300,00 Euro zzgl. MwSt. und für Nichtmitglieder 450,00 Euro zzgl. MwSt.

Sofern auch eine Teilnahme am Nachmittagspart "4. Emissionshandelsperiode: Zuteilungsanträge" erfolgt, beträgt die Teilnahmegebühr für den ganzen Tag 400 Euro zzgl. MwSt. für Mitglieder und 650 Euro zzgl. MwSt. für Nichtmitglieder


Programm:

09:30 bis 09:40 Begrüßung

09:40 bis 10:10 Energiesammelgesetz: Überblick und EEG-Umlageprivilegien für KWK-Anlagen

  • Anpassung und Änderung von 20 Gesetzen und Verordnungen
  • EEG-Umlageentlastung für KWK-Anlagen:
    • Welche Regelungen greifen für Bestandsanlagen?
    • Welche Übergangsfristen greifen?
    • Welche Privilegien erhalten KWK-Neuanlagen?

Dr. Markus Ehrmann, Köchling & Krahnefeld Rechtsanwälte Partnerschaft


10:10 bis 11:45 Drittmengenabgrenzung: Praktische Auswirkungen und Änderungsbedarf für Eigenversorger und stromkostenintensive Unternehmen

Wie wurde bisher gemessen? Was muss künftig beachtet werden? Welche Möglichkeiten gibt es, Verbräuche zu schätzen? Welche typischen Fehlerquellen lauern?

  • Überblick und Einführung in die neue gesetzliche Regelung
    • Bisherige und neue Vorgaben zur Abgrenzung von Verbräuchen durch geeichte Messeinrichtungen
    • Auswirkungen auf Eigenversorgung, besondere Ausgleichsregelung und Netzumlagen
    • Zurechnung von Drittverbräuchen
    • 1/4h-scharfe Abgrenzung zur Eigenversorgung bzw. Eigenerzeugung
  • Fallbeispiele rund um die Abgrenzung des privilegierten Eigenverbrauchs
    • Schätzungsbefugnis des Netzbetreibers oder Pflicht zur Schätzung
    • Praxis der Netzbetreiber in der Vergangenheit
    • Amnestieregelung durch das EnergiesammelG?
  • Fallbeispiele rund um die Abgrenzung von Drittverbräuchen i. R. d. Beantragung der Besonderen Ausgleichsregelung
    • Praxis der BAFA in der Vergangenheit
    • Stromverbräuche 2017 / 2018 / 2019
    • Übergangs- und Amnestieregelungen
    • Auswirkungen
  • Fallbeispiele rund um „Schätzungen“
    • Unzumutbare oder mögliche Messung
    • Bagatellfälle
  • Unterschiede zwischen Eigenversorgung, Besonderer Ausgleichsregelung und der strom- und energiesteuerlichen Sicht

Dr. Nils Graßmann, Ernst & Young Law GmbH Rechtsanwaltsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft


11:45 bis 12:15 Folgen für die Prüfung durch den Wirtschaftsprüfer

  • Welche Prüfungen sind von den Regelungen betroffen?
  • Wie wird die Vollständigkeit der Sachverhalte sichergestellt?
  • Wie sollte die Dokumentation aufgebaut sein?
  • Art und Umfang der Prüfung

Tjark Eickhoff, Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft