12.03.2020

Solarforscher untersuchen und bewerten 21 Speichersysteme

Berlin - Im Rahmen der Stromspeicher-Inspektion 2020 haben Forscher der Berliner Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW Berlin) zum dritten Mal die Energieeffizienz von Batteriesystemen für Solarstromanlagen bewertet. Zwei Anbieter gehen als Spitzenreiter hervor.

 

Bei der Entwicklung von Speichersystemen haben die Hersteller die Effizienz ihrer Produkte deutlich verbessert. Das geht aus der aktuellen Untersuchung der Forschungsgruppe Solarspeichersysteme an der HTW Berlin hervor.

 

Hochschule Berlin: Die Stromspeicher-Inspektion 2020

Im Rahmen der Stromspeicher-Inspektion 2020 ist von der Forschungsgruppe Solarspeichersysteme der HTW Berlin die Energieeffizienz von Batteriesystemen für Solarstromanlagen untersucht und bewertet worden. 14 Unternehmen haben den Speichervergleich mit Messdaten von unabhängigen Prüflaboren unterstützt, teilte die Hochschule Berlin mit. Insgesamt wurden danach 21 Solarstromspeicher unter die Lupe genommen, darunter neue Geräte von Fronius, GoodWe, IBC Solar und KACO.

 

Effiziente Speichersysteme: RCT Power und Fronius an der Spitze

Aus der Bewertung mit dem an der HTW Berlin entwickelten System Performance Index (SPI) gehen zwei Systeme von RCT Power und Fronius als Spitzenreiter hervor. Fronius besticht mit einem herausragenden mittleren Wechselrichterwirkungsgrad im Entladebetrieb von 97,3 Prozent. Die Systeme von RCT Power können mit Reaktionszeiten unter 0,4 Sekunden punkten. Erwähnenswert ist zudem ein System von VARTA, das nicht nur mit einem sehr hohen Batteriewirkungsgrad von 98,0 Prozent, sondern auch mit einem Standby-Verbrauch von lediglich 2 Watt überzeugt.

 

Fazit: Hersteller entwickeln Speichersysteme mit immer geringeren Speicherverlusten

Die Energieeffizienz der Solarstromspeicher ist von hoher Bedeutung. In einem weniger effizienten getesteten System gehen jährlich aufgrund hoher Umwandlungsverluste fast 1100 Kilowattstunden verloren, 600 Kilowattstunden mehr als beim Testsieger von Fronius. „Die Energiewende braucht effiziente Stromspeicher“, resümiert daher Prof. Dr. Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin und Mitautor der Studie. Die Solarforscher konnten auch die Pauschalaussage widerlegen, dass Speichersysteme mit größeren Wechselrichtern bei kleinen Leistungen geringere Wirkungsgrade aufweisen.

 

Insgesamt ist das Fazit positiv: Bei der Entwicklung von neuen Speichersystemen wird immer häufiger auf geringe Speicherverluste geachtet. Durch den Fokus auf hohe Wirkungsgrade im Teillastbereich und geringe Standby-Verbräuche konnten viele Hersteller die Effizienz ihrer Produkte deutlich verbessern. Die Stromspeicher-Inspektion 2020 wurde von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.

 

Quelle: IWR Online
© IWR, 2020

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