12.12.2018

SMA Solar baut weltweit hunderte Stellen ab

Niestetal - Der SMA-Vorstand reagiert mit einer Restrukturierung auf die schwierige Marktumfeld und die schwachen SMA-Zahlen. Das China-Geschäft wird aufgegeben.

 

Der Vorstand der SMA Solar Technology AG hat nun den Mitarbeitern die im September 2018 angekündigten Restrukturierungsmaßnahmen vorgestellt. Damit reagiert das Unternehmen auf den Preisverfall im Solarmarkt.

 

SMA Solar stellt Chinageschäft ein - Abbau von 425 Stellen weltweit

Zu den wesentlichen geplanten Maßnahmen der Restrukturierung gehören die Aufgabe der Standorte in China und der Verkauf der chinesischen Gesellschaften an das dortige Management. „Im Zentrum unserer Überlegungen zur Restrukturierung stand die Standortfrage. Mit den nun beschlossenen Maßnahmen bekennt sich der SMA Vorstand zum Standort Deutschland. Sie sind darauf ausgerichtet, durch die Fokussierung auf unsere Kernkompetenzen, die Auslagerung und Automatisierung von Tätigkeiten sowie einen Umbau der Strukturen die Fixkosten der SMA zu senken und unsere Kapazitäten am Hauptstandort optimal auszulasten. Der Abbau von weltweit ca. 425 Vollzeitstellen ist dabei leider unumgänglich. Es ist uns ein großes Anliegen, den geplanten Personalabbau sozialverträglich umzusetzen“, erklärt SMA Vorstandssprecher Dr. Jürgen Reinert.

 

SMA streicht über 100 Stellen in Deutschland

Die geplanten Restrukturierungsmaßnahmen sollen, vorbehaltlich der Zustimmung des Betriebsrats, ab Januar 2019 umgesetzt werden. Bezogen auf die 3.307 Vollzeitstellen (ohne Zeitarbeitskräfte) per 31. Dezember 2018 plant der SMA Vorstand, bis 2020 weltweit ca. 425 Vollzeitstellen abzubauen. Davon entfallen mehr als 100 Vollzeitstellen auf den Standort Deutschland und mehr als 300 Vollzeitstellen auf die Standorte im Ausland. Der SMA Vorstand strebt zwar einen sozialverträglichen Personalabbau an, zum aktuellen Zeitpunkt können aber betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen werden.

 

Neue Ausrichtung als System- und Lösungsanbieter wird beschleunigt

„Der Verkauf der Unternehmenseinheiten in China an das dortige Management schafft gute Voraussetzungen für eine positive Geschäftsentwicklung auf beiden Seiten. Um den Erfolg der SMA langfristig zu sichern, werden wir die bereits begonnene Weiterentwicklung des Unternehmens zum System- und Lösungsanbieter verstärkt vorantreiben und weiterhin in die Zukunftsthemen Energiemanagement, Speicherintegration, Repowering und digitale Geschäftsmodelle investieren.“

 

Bestätigter Ausblick 2018: Umsatzrückgang und Verlust

Der SMA Vorstand bestätigt die Umsatz- und Ergebnisprognose für das laufende Geschäftsjahr. SMA geht von einem Umsatz von 760 Mio. Euro bis 780 Mio. Euro und einem negativen EBITDA im mittleren bis oberen zweistelligen Millionen-Euro-Bereich aus. Für 2019 strebt der SMA Vorstand einen wachsenden Umsatz und ein positives EBITDA an.

 

Quelle: IWR Online
© IWR, 2018

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