06.07.2020

Post-EEG-Lösungen - MVV, Juwi, Windwärts und VSB bündeln Know-how

Mannheim, Wörrstadt, Hannover, Dresden - Für viele Betreiber von Windenergieanlagen (WEA) stellt sich mit dem Ende des 20-jährigen EEG-Vergütungszeitraumes die Frage nach dem Weiterbetrieb. MVV Energie, Juwi und Windwärts haben ihr Angebot für Post EEG Lösungen in einem gemeinsamen Produkt gebündelt und kooperieren bei Enercon WEA mit dem VSB Technik.

 

Etwa 6.000 WEA fallen am 01. Januar 2021 aus der EEG-Vergütung fallen. Da gleichzeitig der WEA-Neubau an Land in Deutschland stark zurückgegangen ist und ein massiver Anlagenabbau infolge des endenden EEG-Vergütungszeitraums befürchtet wird, sind innovative Konzepte für den Weiterbetrieb gefragt. Mit MVV 20 plus bieten MVV Energie, Juwi und Windwärts jetzt ein neues Angebot aus einer Hand an, in dem die verschiedenen Komponenten für den Weiterbetrieb zusammengefasst werden

 

Stromvermarktung, technische und kaufmännische Betriebsführung sowie Wartung aus einer Hand

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV und die beiden Entwickler und Betriebsführer von Erneuerbare-Energien-Projekten Juwi und Windwärts haben ihre Post-EEG-Lösungen für Anlagenbetreiber in einem gemeinsamen Produkt gebündelt. In dem Angebot MVV 20 plus werden dabei nach Angaben der drei Unternehmen viele einzelne Weiterbetriebs-Komponenten zusammengefasst, angefangen beim Schnittstellenmanagement über den Betriebsführungsvertrag, die Stromvermarktung, bis zu Wartung der Anlagentechnik und die notwendigen Rahmenversicherungen. Der Vorteil für Anlagenbetreiber bei der Fokussierung auf ein Angebot ist neben der Bündelung von Dienstleistungen die Übernahme von Risiken der Weiterbetriebszeit, die dem Betreiber durch den Dienstleister abgenommen werden. Außerdem reduziert sich durch die Bündelung die Zahl der Ansprechpartner auf einen zentralen Kontakt.

 

„MVV 20 plus richtet sich an alle Anlagenbetreiber, die ihren Strom nicht selbst an der Börse vermarkten wollen oder denen die Welt der Direktvermarkter schlicht zu unübersichtlich ist“, so Stefan Sewckow, Geschäftsführer der MVV Trading. Gemeinsam mit dem Anlagenbetreiber entwickelt MVV Trading ein passendes Konzept zur Vermarktung des erzeugten Stroms, das ganz ohne EEG-Vergütung auskommt und doch einen Fixpreis garantiert. Martin Greschik, Leiter der Betriebsführung bei Windwärts, weist darauf hin, dass die Kosten für Schnittstellenmanagement und Wartung im Rahmen des MVV Plus-Konzeptes ertragsabhängig gestaltet werden, wobei die Unternehmen einen Teil des Betriebsrisikos übernehmen. “Auch bei Abregelungen erhalten MVV 20 plus-Kunden die volle Kompensation“, so Greschik. Ein weiterer wichtiger Baustein des Produkts ist die Abrechnung bei MVV 20 plus. Diese erfolgt über die erbrachte Leistung in Euro pro Megawattstunde, jeweils zum Monatsende. Das sichere den Kunden die nötige Liquidität für einen wirtschaftlich erfolgreichen Weiterbetrieb ihres Bestandsparks, so Christian Arnold, Geschäftsführer der Betriebsführung bei Juwi.

 

VSB Technik übernimmt Wartung

Um die Instandhaltung bei gleicher Qualität kostenreduziert durchzuführen, kooperieren Juwi, Windwärts und MVV bei Windenergieanlagen von Enercon mit VSB Technik. Der in Dresden ansässige Wartungsspezialist gilt als eines der erfahrensten Wartungsunternehmen für Enercon-Anlagen in Deutschland und ist seit 2015 zudem Servicepartner für Enercon-Windenergie-Anlagen. Im Rahmen der Kooperation wird VSB Technik alle Anlagentypen des Herstellers im Kundenauftrag betreuen. „Für uns ist es essentiell, strategische Kooperationen einzugehen, die letztlich den Betreibern zugutekommen. Es geht darum, kosteneffiziente Lösungen zu finden, von denen unsere Kunden langfristig profitieren können und die den Weiterbetrieb von Post-EEG-Anlagen wirtschaftlich machen“, so Andreas Kiss, Geschäftsführer VSB Technik über die Kooperation.

 

Quelle: IWR Online
© IWR, 2020

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