21.11.2019

Pilotprojekt zum 24/7-Abgleich zwischen Erzeugung und Verbrauch gestartet

Stockholm, Schweden - Vattenfall und Microsoft haben eine Lösung entwickelt, die einen zeitnahen Abgleich zwischen der Erzeugung und dem Verbrauch von regenerativen Energien ermöglicht. Damit wollen sie zu mehr Transparenz beitragen und ermöglichen z.B. mit Blick auf Herkunftsnachweise und grüne Zertifikate eine stündliche Abrechnung.

 

Gemeinsam haben der Energiekonzern Vattenfall und der Softwareriese Microsoft eine nach eigenen Angaben bisher einmalige Lösung entwickelt, bei der ein „Rund um die Uhr-Abgleich“ zwischen der Erzeugung von Energie und dem Verbrauch möglich ist. Das System kann nach Einschätzung der beiden Unternehmen Anregungen liefern, wie die Erstellung, Erwerb und Rückgabe von Herkunftsnachweisen für erneuerbare Energien (Guarantees of Origin (GO)) und Zertifikate für erneuerbare Energieerzeugung (RECs) künftig geregelt werden können.

 

Kontinuierlichen Abgleich zwischen regenerativer Erzeugung und Energieverbrauch

Aktuell handelt es sich Herkunftsnachweise für erneuerbare Energien (GO) um elektronische Dokumente, die die Herkunft einer bestimmten Menge an erneuerbarer Energie nachweisen. Mit den Herkunftsnachweisen werden der Verbrauch und die Erzeugung im Laufe eines Jahres abgeglichen. Die neue Lösung von Vattenfall und Microsoft mit einem 24/7 Monitoring bietet nach Angaben der beiden Unternehmen einen stündlichen Abgleich.

 

Das 24/7 Matching von Herkunftsnachweisen bringt den Vorteil, dass Energieversorger einfacher die stündliche Nachfrage nach erneuerbarer Energie nachvollziehen und Maßnahmen zur Bedarfsdeckung einleiten können. Die energiebeziehenden Unternehmen sehen des Weiteren sehen, ob ihr Anspruch auf 100 Prozent erneuerbare Energie in der jeweiligen Verbrauchsstunde erfüllt wird, und die Herkunft des Stroms aus erneuerbaren Quellen in die Auswertung ihrer Klimabilanz einbeziehen.

 

Test von 24/7-Matching in Pilotprojekt an schwedischen Hauptsitzen von Vattefall und Microsoft

Das 24/7 Matching zwischen Erzeugung und Verbrauch, wird im Rahmen eines Pilotprojekts an den Hauptsitzen von Vattenfall und Microsoft in Schweden umgesetzt. Die Lösung baut auf der Microsoft Azure IOT-Plattform auf und stellt eine Verbindung her zwischen der Energieerzeugung von Vattenfall, beispielsweise aus Wind- und Wasserkraftanlagen, und den Daten von intelligenten Zählern, die den Verbrauch in Echtzeit messen.

 

„Microsoft hat hohe Ansprüche im Hinblick auf die erneuerbaren Energien und diese Lösung zeigt sehr gut, wie neue digitale Lösungen und Technologien eingesetzt werden können, um ein fossilfreies Leben zu ermöglichen. Die Lösung bietet uns die Möglichkeit, unseren Kunden spezifische Daten und eine einzigartige Präzision zu liefern, was ihnen bei ihren Entscheidungen helfen kann, umweltfreundlich zu leben und zu kommunizieren“, so Andreas Regnell, Senior Vice Prsident of Strategic Development bei Vattenfall. Aus Sicht von Daniel Akenine, National Technology Officer bei Microsoft in Schweden, hat das Pilotprojekt das Potenzial, die Dynamik der Erzeugung und des Verbrauchs von erneuerbaren Energien zu verändern, um eine Zukunft ohne fossile Energien schneller Wirklichkeit werden zu lassen.

 

 

Quelle: IWR Online
© IWR, 2019

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